Was passiert, wenn ich mich zu weit aus meiner Komfortzone rausbewege

raus von komfortzone

Kennst du das, du gehst endlich eine Veränderung an, die du schon lange gehen willst. Du bist stolz auf dich, weil du dich aus deiner Komfortzone heraus traust. Alle reden ja davon, wie gut das ist. Dass man das machen soll. Aber zack, da landest du direkt in deinem Panikbereich. Kein Wachstum, keine Weiterentwicklung. Sondern eine Panik, die dich lähmt. So hattest du dir das nicht vorgestellt!

Manchmal passiert genau das. Da sind wir so voller Begeisterung und Tatendrang und gehen einen Schritt zu weit. Stress pur, weil dann das innere Alarmsystem angeht und mit einer roten Warnleuchte darauf hinweist, dass eine Gefahr da ist. Dann können wir nicht mehr handeln, wie wir wollen. Wir wollen flüchten oder alles schnell wieder in Ordnung bringen. Und machen dann aus dieser Panik heraus Sachen, die wir eigentlich gerade nicht machen wollten.

Ja und dann geht natürlich auch der innere Kritiker los und gibt ordentlich seinen Senf dazu: „Hättest du mal…, du weißt doch, dass…“. Was der innere Kritiker dir dann erzählt, das weißt du selbst. Nicht in die Panikzone gehen, immer schön im Mittelfeld zwischen Komfort- und Panikzone bleiben. Das ist ideal. Ja toll, aber dieses Gemeckere on top, bringt dich auch nicht weiter. Was also tun, wenn du in der Panikzone gelandet bist?

InstagramCapture_5dee6ccb-0fc4-48ea-80bc-b863bd644968Schnell zurück in die Komfortzone? Da wo es zumindest sicher ist. Doch du hattest doch so lange mit dir gerungen, diese zu verlassen! Abwarten und Tee trinken und hoffen, dass sich das von alleine löst?

Oder ist das Ganze vielleicht sogar eine Chance? Jetzt wo ich schon mal hier bin…

Wenn du dich schon mal mit dem Thema Storytelling befasst hast, dann kennst du vielleicht das Konzept der Heldenreise. Jede gute Geschichte folgt einer Struktur: Der Held hört einen Ruf, weigert sich dann aber zunächst. Wenn er dann doch losgeht, muss er verschiedene Bewährungsproben überstehen, die aber allesamt dazu gemacht sind, ihn wachsen zu lassen. Und ihn (oder sie) vorzubereiten auf den Endgegner, den größten Drachen. Das ist der Punkt, an dem der Held, die entscheidende Prüfung bestehen muss. In dieser entscheidenden Prüfung begegnet der Held seiner größten Angst. Da ist auch garantiert nichts mit nur „Learning zone“. Da sehen wir wie der Held auch in seine Panikzone reinkatapultiert wird!

 

„the cave you fear to enter holds the treasure you seek.”

sagt Joseph Campbell, der als der Entdecker der Heldenreise gilt. Da wo deine größte Angst ist, dort ist auch dein größter Schatz. Deswegen kann so gut sein, seiner größten Angst zu begegnen. Sie offenbart nämlich ein Elixier. Auch, wenn das erstmal gar nicht danach aussieht und der Held am liebsten schnell weglaufen will. Er wird aber garantiert nur weiterkommen, wenn er sich der Prüfung stellt.

Was wäre also, wenn dein Leben auch so einer Struktur folgt? Wenn deine Situation gerade kein Desaster ist, sondern du als Held gerade direkt vor einer entscheidenden Prüfung stehst…?

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